 SehenswürdigkeitenDIE STADTRUNDFAHRT
Eine Stadtrundfahrt durch Moskau wird Ihnen helfen, die Hauptstadt Russlands besser kennen zu lernen. Sie werden interessante Angaben zur Historie dieser alten Stadt erfahren. Die Entstehungsgeschichte Moskaus war lange Zeit von geheimnisvollen Legenden und Mythen geprägt.
Sie werden deshalb einzigartige historische, architektonische und kulturelle Denkmäler wie den Kreml, die Basilius-Kathedrale, das Große Theater, die Christ-Erlöser-Kathedrale etc. sehen. Nebenbei werden Sie aber auch das moderne Moskau spüren – das Zentrum des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und geistlichen Lebens Russlands.
DIE STADTRUNDFAHRT + DIE BASILIUS-KATHEDRALE
Der Rote Platz war schon immer der Hauptplatz Moskaus. Während der wichtigsten kirchlichen Feiertage sind die Prozessionen vom Kreml bis zum Roten Platz gezogen. An solchen Tagen war der ganze Platz voll von Menschen und erinnerte an eine Art „offene Kirche“. Genau hier wurden die prachtvollen Kathedralen errichtet. Eine davon ist die Basilius-Kathedrale. Die Kathedrale wurde Mitte des 16. Jahrhunderts unter Ivan dem Schrecklichen erbaut. 1588 wurde zur Kirche eine kleine Kapelle hinzugefügt. Basilius der Selige wurde hier begraben. Seither ist die Kathedrale als Basilius-Kathedrale bekannt.
DER KREML + DIE KATHEDRALEN
Der Kreml bildet das historische Zentrum der Stadt, das Herz Moskaus. Er ist eines der bekanntesten Museen der Welt und ein regelrechter Touristenmagnet. Der Kreml liegt auf einem Hügel, welcher auf einer Seite an das Ufer des Moskwa-Flusses grenzt. Auf dem Territorium des Kremls können Sie die Zarenkanone und die Zarenglocke sehen, ebenso befinden sich hier die Mariä-Verkündigungs-, die Erzengel-Michael- und die Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale. Auch der Glockenturm Iwan des Großen und die Zwölf-Apostel-Kirche, herausragende Denkmäler der russischen kirchlichen Architektur mit einmaligen Innenausstattungen, können hier besichtigt werden.
DER KREML + DIE RÜSTKAMMER
Die weltberühmte Moskauer Rüstkammer ist eines der ersten Museen der Stadt. Im Museum befindet sich eine Sammlung russischer, orientalischer und westlicher Kunstgegenstände vom V. – XX. Jahrhundert. Ebenso sind die Thronsessel russischer Zaren, Kleidungsstücke und Panzerhemden, sowie die einzigartigen silbernen und goldenen Schüssel hier ausgestellt. Sie werden Regalien der Großfürsten und Zaren, Kutschen und die Waffensammlung sehen und zudem wunderbare Geschichten über deren ehemalige Besitzer hören. Die Rüstkammer als Aufbewahrungsstätte der Zarenschätze ist zum ersten Mal in den Chroniken zu Beginn des 16. Jahrhunderts erwähnt worden. Heute zählt die Museumssammlung über 4000 Exponate.
RÜSTKAMMER UND DIAMANTENFONDS
Die Sammlung der Diamanten in Moskau ist eine der größten Juwelensammlungen der Welt. Der ganze Stolz dieser Sammlung gebührt historischen Reliquien, wie etwa den staatlichen Regalien und einzigartigen Edelsteinen. Diese Sammlung ist aus den Zarenschätzen zusammengesetzt worden, die früher in der Brillanten-Schatzkammer des Winterpalastes in St. Petersburg aufbewahrt wurde. Diese Sammlung hat einen großen kulturellen und historischen Wert. Hier kann man die mächtige, aus 5.000 Diamanten bestehende Zarenkrone, die wertvollsten russischen Auszeichnungen, sowie Platin- und Goldklumpen sehen. Die unbezahlbaren Schätze des Diamantenfonds sind ein Teil des nationalen Reichtums des Landes.
DAS NOWODEWITSCHI-KLOSTER
Das im 16. Jahrhundert erbaute Kloster ist eines der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Moskaus. Das noch heute von Nonnen geführte Kloster, ist der russischen orthodoxen Kirche unterstellt. Bereits zur Zeit seiner Errichtung stellte das Jungfrauenkloster eines der besten architektonischen Ensembles in Russland dar. Diese Ehre wird ihm auch heute noch zu Teil. In damaliger Zeit galt es als das reichste Frauenkloster in Moskau. Auf dem Territorium des Nowodewitschi-Klosters befindet sich auch eine Grabstätte. Der Nowodewitschi-Ehrenfriedhof ist in den „alten“ und den „neuen“ Friedhof aufgeteilt. Der „alte“ Friedhof befindet sich auf dem Territorium des Jungfrauenklosters. Hier finden sich beispielsweise die Gräber der Tochter Ivan des Schrecklichen, der Schwester des Zaren Peter I., der Helden des Vaterländischen Krieges 1812, sowie berühmter Schriftsteller, Philosophen und Dichter. Der „neue“ Friedhof wurde zwischen 1898 und 1904 gegründet. Er begrenzt das Frauenkloster an der südlichen Seite. Der Friedhof wurde zur Sowjetzeit erweitert, als das Nowodewitschi-Kloster zur zweit-ehrenvollsten Grabstätte nach dem Kreml ernannt wurde. Zu den bekannten Personen, die auf dem Territorium des „neuen“ Friedhofes begraben wurden, gehören A. Tschechow, N. Gogol, M. Bulgakow, die Gattin von Stalin und Nikita Chruschtschow etc.
DIE STAATLICHE TRETJAKOW-GALERIE
Die Tretjakow-Galerie in Moskau ist eine nationale Aufbewahrungsstätte der russischen Kunst und eines der größten Museen der Welt. Sie wurde 1856 gegründet und nach ihrem Gründer Pawel Tretjakow benannt, der seine Privatsammlung an die Stadt Moskau im Jahre 1892 übergeben hat. Das Hauptgebäude des Museums liegt nicht weit vom Kreml entfernt. Die Sammlung besteht aus etwa 125 000 Kunstwerken. Unter ihnen finden sich Werke der altrussischen Kunst, wie hervorragende Ikonen von Andrey Rublew, Semen Uschakov etc. Hier werden ebenso Werke von Malern aus dem 13. – 19. Jahrhundert ausgestellt.
PUSCHKIN-MUSEUM FÜR BILDENDE KÜNSTE
Das Puschkin-Museum für Bildende Künste in Moskau ist eines der wichtigsten Kunstmuseen in Russland. Es liegt im Zentrum der Stadt, nicht weit vom Kreml entfernt, gegenüber der Christ-Erlöser-Kathedrale. Die Sammlung besteht aus mehr als 500 000 Kunstwerken unterschiedlicher Epochen. Es gibt hier einmalige Skulpturen aus der Antike, dem Mittelalter und der Renaissance. Das Museum enthält Kunstwerke der wichtigsten Maler aus Italien, Holland, Spanien, England, Frankreich und Deutschland. Hier befindet sich auch eine weltberühmte Sammlung französischer Bilder des 19. – Anfang 20. Jahrhunderts, die die wichtigsten Meisterwerke von Monet, Reno, Van Gogh und Picasso umfasst.
DIE METRO (OHNE VERKEHR) + DER ARBAT
Die berühmte Moskauer Metro, Symbol des Konstruktivismus-Stils, ist mit Kronleuchtern und Tonnen von Marmor geschmückt. Die meisten Metrostationen wurden als architektonische Denkmäler errichtet. Die Gesamtlänge der U-Bahn-Linien beträgt mehr als 250 km. In Moskau gibt es über 160 Metrostationen, wobei kontinuierlich neue hinzu kommen. Die Vestibüls der Metrostationen, die zu den schönsten in der Welt gehören, wurden vor etwa 50 Jahren erbaut; 1935 wurde die erste Metrolinie eröffnet.
Der „alte Arbat“ ist eine Straße, die zu jeder Uhrzeit voll von Leben ist. Der Arbat ist eine gepflasterte Fußgängerzone und einer der beliebtesten Treffpunkte und Einkaufsstraßen in Moskau. Genau hier treffen sich Maler, Musiker, Poesieliebhaber und Dichter.
KOLOMENSKOJE (Park + Haus Peters I.)
Kolomenskoje ist der ehemalige Wohnsitz der Moskauer Großfürsten und Zaren, der auf dem rechten oberen Ufer des Moskwa-Flusses liegt. Heute steht hier ein Museum, welches ein Denkmal der russischen Architektur des 16.-17. Jahrhunderts darstellt. Mehr als 20 architektonische Meisterwerke sind in Kolomenskoje erhalten geblieben, u.a. die Kirche des 16. Jahrhunderts. Im Kolomenskoje Museum werden zahlreiche einzigartige Muster der Holzbaukunst aufbewahrt. Eines davon ist das Haus Peters I.
SERGIEW POSAD (Zagorsk)
Sergiew Posad ist das Zentrum der Russischen Orthodoxen Kirche. Im Laufe der Geschichte entwickelte sich Moskau nicht nur als das wichtigste Administrationszentrum, sondern auch als das Zentrum des russischen kirchlichen Lebens. Darüber werden Sie während der Führung mehr erfahren. Sie werden die Kapellen, Kirchen, Kathedralen und Kloster Moskaus besuchen und unter anderem das Dreifaltigkeits-Kloster des hl. Sergij (Lawra), von Sergij Radoneschskij (1314 – 1392) 1340 gegründet, besichtigen. Weiters besuchen Sie die Sakristei, wo die Schätze der Lawra (einmalige Abbildungen, kirchliche Kleidung, Bücher) aufbewahrt werden. Hier kommen Sie in den Genuss strenger und feiner Kirchen des XV.–XVII. Jahrhunderts sowie der geistlichen Akademie.
KUSKOWO
Kuskowo ist ein bezaubernder Palast aus dem 18. Jahrhundert inmitten einer großen Parkanlage, welcher der Familie der Scheremetjews gehörte. Das Hauptgebäude des Geländes, der Kuskowo-Palast, wurde am Ufer eines großen Gewässers gebaut. Der Palast ist die wichtigste architektonische Dominanz des ganzen Ensembles im großen inneren Hof, der eine Kirche, Küchen und einen Glockenturm mit der Spitze einschließt. Im Park gibt es auch eine Grotte, die einer Unterwasserhöhle ähnelt und als „Neptuns Königreich“ bezeichnet wird. 1918 bekam das Landgut Kuskowo den Status eines Museums. 1932 wurde hier das Porzellan-Museum eröffnet. Es verfügt über eine Vielzahl an russischen, chinesischen, deutschen, englischen, französischen und dänischen Porzellan sowie Fayence, Majoliken und Kunstglas.
ABRAMZEWO
Hier, im Dorf Abramzewo in der Oblast Moskau, ist die bescheidene Schönheit der russischen Natur besonders gut zu erkennen. Abramzewo ist eines der wenigen Museen, die den Charme der alten Zeit erhalten haben. Im Park ist das Haus von Aksakow, die Christi-Erlöser-Kirche, mehrere hölzerne Bauten im neu-russischen Stil wie „Teremok“, Artstudios und das von Wasnezow aufgrund der russischen Folklore für Kinder gebaute Märchenhaus zu finden. Alle diesen Bauten erhalten viele einmalige Gegenstände aus dem alltäglichen Leben der russischen Menschen des 18. – Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Exponate umfassen Meisterwerke bekannter Maler, sowie einfache Küchengeräte, Spinnrocken, Puppen und andere von Volksmeistern geschaffene Gegenstände. Die Gedenkstätte Abramzewo ist mehr als nur eine Exponatensammlung. Es ist ein Ort in dem das Künstlerleben auch heute noch existiert. Zudem ist es auch das perfekte Ausflugsziel für Menschen, die den Reiz des bedächtigen Lebens des russischen Adels des 19. Jahrhunderts spüren möchten.
JURI-GAGARIN-KOSMONAUTENTRAININGSZENTRUM (STERNENSTÄDTCHEN)
Eine Führung ins weltberühmte Kosmonautentrainingszentrum benannt nach Juri Gagarin, der den ersten bemannten Weltraumflug unternahm, ist ebenso sehr empfehlenswert. Zum Zentrum gehört neben einem Museum auch das Arbeitszimmer Gagarins. Während der Führung werden Sie eine spezielle technische Zone des Kosmonautentrainingszentrums besuchen, wo sich die einmaligen Weltraumsimulatoren, eine Rotationskammer und das Hydro-Labor mit den Modellen der Raumfluggeräte befinden. In einem riesengroßen Wasserbecken (23 m im Durchmesser, 19 m tief) befindet sich ein Raumstationsmodul. Das Wasser ermöglicht den Kosmonauten Schwerelosigkeit zu erproben und Fertigkeiten zu erlangen, die für einen Weltraumflug notwendig sind. Ein Stand der Aeronavigation, der im kosmischen Planetarium errichtet wurde, gibt eine gute Möglichkeit zur Betrachtung des Sternhimmels.
MONINO (MUSEUM DER LUFTSTREITKRÄFTE)
Das Museum verfügt über eine große Sammlung an Flugzeugen: über 170 Stück, zu denen sowohl einfache Flugzeuge, Hubschrauber und Segelflugzeuge als auch ungewöhnliche Aeroplane gehören. Die Sammlung enthält unterschiedliche Modelle von Flugzeugen der Luftwaffe wie z.B. Raketen, Bomben, Munition, Navigationsinstrumente, Materialien, Briefe, persönliche Gegenstande der Flieger und eine Kunstausstellung. Die Museumsaustellung, deren Fläche etwa 20 ha (einschließlich des Flugfeldes) beträgt, liegt auf der Chaussee, in der Fliegerhalle und in den Sälen des ehemaligen Reparaturwerkes. Nicht weit vom Museumsgebäude entfernt befindet sich die Start- und Landebahn. In den Ausstellungssälen sind das historische Material und die Expositionen chronologisch angeordnet. Unter dem freien Himmel sind Flugzeuge und Hubschrauber ihren Projektierungsbüros entsprechend ausgestellt.
P.I. TSCHAIKOWSKY-MUSEUM IN KLEIN
Es gibt relativ viele Orte sowohl in Russland als auch im Ausland, wo P.I. Tschaikowski sich kurz aufhielt oder sogar längere Zeit wohnte. Dort wird das Andenken an den großen Musiker sorgfältig aufbewahrt. Aber kaum ein anderer Ort verfügt über solch einen Reiz für die Besucher wie die alte Stadt Klin. Das Haus in Klin, wo Tschaikowski sich im Mai 1892 ansiedelte und von wo aus er 17 Monate später nach St. Petersburg für seinen letzten Konzert abfuhr, ist erhalten geblieben und schon über hundert Jahre als Tschaikowski-Haus in der ganzen Welt berühmt. Die Museumssammlung, die von M.I. Tschaikowski, dem Bruder des Komponisten, gegründet wurde, wurde eine der größten ihrer Art und ermöglichte die Durchführung einer umfangreichen wissenschaftlichen Forschung über das Schaffen Tschaikowskis. Mit seiner Hilfe gelang es Tscheikowskis musikalisches und literarisches Erbe zu veröffentlichen und Konferenzen und Ausstellungen sowohl in Russland als auch im internationalen Raum zu organisieren. Das Tschaikowski-Haus in Klin ist ein Mekka für alle Musikfreunde. Letztes Jahrhundert wurde dieses Museum von Millionen von Menschen aus der ganzen Welt besucht. Die Musik von Tschaikowski, sein Leben, das Haus des großen Komponisten inklusive der Bibliothek, persönlichen Handschriften und Sachen regt nach wie vor die Menschen dazu an, hier einen Zwischenstop einzulegen. Während der Führung kann gegebenenfalls ein Klavierkonzert organisiert werden.
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