 Der Goldene RingWladimir
Die Stadt Wladimir wird als Tor des Goldenen Ringes bezeichnet. Nicht nur deswegen, weil sie durch ihr altes Goldenes Tor bekannt ist. Im Laufe von mehr als 250 Jahren war die Stadt für ganz Russland von besonderer Bedeutung, weil Wladimir die Hauptstadt des altrussischen Landes war. Bis zum Jahr 1432 wurden russische Großfürsten in der Mariä-Himmelfahrtskathedrale in Wladimir gekrönt.
Wologda
Wologda ist eine der ältesten Städte des Russischen Nordens, Vorposten der slawischen Erschließung Nordwestens, ein großes industrielles, kulturelles und religiöses Zentrum des europäischen Teiles Russlands.
Kostroma
Die Stadt war voraussichtlich 1152 von Jurij Dolgorukij als Vorposten der nordöstlichen Grenzen des altrussischen Landes gegründet. 1246 ist Kostroma zum Zentrum des unabhängigen Fürstentums geworden. In der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde Kostroma zum Teil des Moskauer Fürstentums und hat als Stützpunkt des Wolga-Gebietes Russlands eine besondere Bedeutung bekommen. Das historische Stadtbild und die Architektur von Kostroma gehören zu den besten Beispielen der russischen Baukunst. Den Höhepunkt vom Stadtzentrum bildet das einzigartige Ensemble der Handelsreihen aus dem 18. Jahrhundert, die bis heute noch diverse Läden beherbergen. In Kostroma befindet sich auch die Christi-Auferstehungs-Kirche im Walde, eine der eindrucksvollsten Kathedralen der Oberen Wolga. Die Stadt ist auf engsten mit der Wahl von Michail Romanow im Jahr 1613 zum nächsten russischen Zaren verbunden. Dieses Ereignis fand in dem bekannten Ipatios-Kloster statt, das jetzt als “Krippe der Romanow-Dynastie bezeichnet wird.
Rostow Weliki
Die Stadt Rostow entstand auf dem Territorium, das ursprünglich von dem finno-ugrischen Volk Merja besiedelt war. Laut der Legende hieß der Begründer der Stadt Rost und hat sie zu seinen Ehren genannt. Als Gründungsjahr von Rostow gilt aber das Jahr 862, als die Stadt in alten Chroniken zum ersten Mal erwähnt war. Schon seit dem 12. Jahrhundert wurde die Stadt als Rostow Weliki oder das Große Rostow bezeichnet. Dieser Name zeugte nicht von der Größe der Stadt, sondern von dem Ausmaß an der weltlichen und kirchlichen Macht, die in einer Stadt konzentriert war. Seitdem Verbreitung vom Christentum auf dem russischen Territorium und bis zum Ende des 18. Jahrhunderts befand sich in Rostow das Diözesezentrum. Zur Zeit der feudalen Zersplitterung im alten Russland (12. – 15. Jh.) wurde Rostow an Großfürstentum Wladimir angeschlossen, 1212 wurde Rostow zur Hauptstadt eines unabhängigen Fürstentums, das später in kleinere Marken geteilt wurde. Lange Zeit hat Rostow als ein großes Religionszentrum des Wladimir-Susdalerfürstentums gegolten. Weltberühmt ist Rostow dank dem einzigartigen Ensemble von dem Metropolitenhof aus dem 12. Jahrhundert geworden. Später wurde der Hof umbenannt und jetzt bezeichnet man ihn als Rostower Kreml. Bis heute sind in Rostow zahlreiche einzigartige Baudenkmäler aus dem 15.-19. Jahrhunderten erhalten geblieben.
Susdal
Susdal ist eine der schönsten Städte des Goldenen Ringes Russlands. Das genaue Gründungsdatum von Susdal ist nicht bekannt. Zum ersten Mal wurde die Stadt im Nowgoroder Kodex im Jahr 999 erwähnt. Die Einwohnerzahl von Susdal beträgt 11 Tausend Menschen. Keine Stadt in Russland besitzt solch einen Reichtum an altrussischen Baudenkmälern, wie Susdal. Der Erhaltungszustand von der Altstadt ist beeindruckend. Susdal wird mit Recht als Museumsstadt bezeichnet. Heutzutage verfügt Susdal über mehr als 200 Denkmäler der Zivil- und Sakralarchitektur aus den 12. – 19. Jahrhunderten. Susdal ist jetzt das Tourismuszentrum des Goldenen Ringes, das viele einheimische und ausländische Gäste anlockt.
Uglitsch
Die Stadt Uglitsch gehört zum Jaroslawler Gebiet und bildet eine Fortsetzung des historischen und kulturellen Erbe von diesem Gebiet. Mit Recht zählt Uglitsch zu den schönsten und ältesten Städten von der Oberen Wolga. Im Gesamtbild von Uglitsch kommen verschiedene Etappen der russischen Geschichte zum Ausdruck. Darunter sind solche Denkmäler der altrussischen Baukunst zu nennen, wie z.B. der Fürstenpalast, Himmelfahrtskathedrale („Wunderskathedrale“) mit 3 Zeltdächern, das Ensemble von dem Auferstehungskloster. Von der Wolgaseite bietet sich eine herrliche Aussicht auf Uglisch – purpurrote Fassaden von der Dimitrij-Blut-Kirche, die weiße, zum Himmel strebende Christi-Verklärungs-Kathedrale, elegante Schönheit von der Johannes des Täufers-Kirche und daneben gewaltige Anlagen vom Uglitscher Wasserkraftwerk und die höhe Schleusenarkade.
Jaroslawl
Jaroslawl liegt am rechten Wolga-Ufer, 282 Kilometer nordöstlich von Moskau. Laut der Überlieferung wurde Jaroslawl von dem Großfürsten Jaroslawl dem Weisen 1010 gegründet. Seit 1218 war die Stadt die Hauptstadt eines unabhängigen Teilfürstentums und wurde als ein wichtiges kulturelles Zentrum bekannt. Aber schon 1238 hat die tatarische Invasion dem friedlichen Leben in Jaroslawl ein Ende gemacht. |